UCD UCS UGS
Domain Name Service
english
 
 

Domain Name Services (DNS) bilden durch die Zuordnung von Rechnernamen zu IP-Adressen einen elementaren Dienst in jeder IT-Umgebung. Ohne funktionierenden DNS-Server können Dienste nicht über Rechnernamen erreicht werden, so dass viele Anwendungen nicht einsatzfähig sind.

Integration des DNS-Service



Zuordnung von IP-Adressen und Auswahl der DNS-Zonen am Rechnerobjekt.

Der in UCS verwendete DNS-Server BIND des Internet Systems Consortium nutzt als Konfigurations-Backend direkt das LDAP des UCS Managementsystems. Über Änderungen an DNS-Objekten im LDAP wird der laufende Service informiert, so dass er die neue Konfiguration direkt übernehmen kann. Zusätzlich besteht weiterhin die Option, den Dienst über Konfigurationsdateien zu administrieren.

Univention Directory Manager bietet einen direkten Zugriff auf DNS-spezifische Objekte im LDAP. Dieser kann z.B. genutzt werden, um DNS-Zonen zu verwalten oder eigenständige Objekte wie DNS-Aliase oder Service Records anzulegen.

Durch den direkten Zugriff auf DNS-Einstellungen in der Server- und Arbeitsplatzverwaltung werden die zugehörigen DNS-Objekte automatisch erstellt und aktualisiert. Ändert sich die IP-Adresse am Rechnerobjekt wird so seine DNS-Konfiguration ebenfalls angepasst.

Ausfallschutz und Lastverteilung

Durch die Verwendung des LDAP zur Speicherung aller DNS-Einstellungen bietet jeder unter UCS betriebene DNS-Server einen unabhängigen und konsistenten Service an. Die Konfiguration ist dabei immer auf allen Servern identisch. Eine Implementierung eines zusätzlichen DNS Servers bedarf keines Aufwands, da alle Einstellungen und Daten direkt nach der Installation zur Verfügung stehen.

Werden auf Clients mehrere DNS Server konfiguriert, besteht automatisch ein Ausfallschutz bei Nichterreichbarkeit eines der Server. Parallel lässt sich durch diese Konfiguration eine einfache Lastverteilung erreichen.

Vorhandene oder externe DNS-Server

Die in UCS integrierten DNS-Services bilden eine eigene (Sub-)Domäne ab. Vorhandene oder externe DNS Server können abhängig von der Aufgabenstellung eingebunden werden.

Externe DNS-Server, die Namensauflösungen für nicht im UCS-Managementsystem verwaltete (Sub-)Domains anbieten, werden auf DNS-Servern als Forwarder registriert. Anfragen leitet der UCS DNS-Server immer dann an diese Systeme weiter, wenn er keine Konfiguration für die Domain der angefragten Adresse oder des angefragten Namen hält. Für Clients ist dieser Vorgang transparent, da durch Anfragen an den UCS DNS-Server alle Adressen aufgelöst werden können.

Bereits existierende DNS-Server können ebenfalls als ein solcher Forwarder eingebunden werden. Das bietet sich besonders dann an, wenn mit UCS eigene (Sub-)Domains betrieben werden oder die existierenden DNS-Server durch UCS abgelöst werden sollen. Alternativ können auch nur die externen DNS Server eingesetzt werden.