Pressemitteilung "Landkreis Friesland nutzt Linux-Lösung Univention Corporate Server"
Landkreis geht neue Wege
Bremen, 10. Mai 2005 - Immer mehr öffentliche Kommunen treffen die Entscheidung, sich aus der Abhängigkeit von Microsoft-Produkten zu befreien. So auch der Landkreis Friesland, der seit Mai 2004 plant, seine IT-Systeme auf Open-Source-Alternativen umzustellen. Nach einem gescheiterten Wechsel zu den entsprechenden Novell-Produkten nutzt der Landkreis nun die Linux-Komplettlösung des Bremer Unternehmens Univention.
"Eine immer aufwändigere Administration, hohe Kosten für die Microsoft-Lizenzen und ein veraltetes NT-Serversystem führten uns zu der Entscheidung, bei Anwendungen und Betriebssystemen langfristig auf eine effiziente, flexible und rationelle Multikultur statt Monokultur zu setzen", sagt Andreas Wolf, Projektleiter Open Source der Technikunterstützten Informationsverarbeitung (TuI) des Landkreises Friesland.
Seit 2004 entwickeln die Beschäftigten der Abteilung eine Struktur, die Open Source in die IT-Systeme der öffentlichen Verwaltung integriert. Keine leichte Aufgabe, da einige Fachanwendungen zum Beispiel für die Kfz-Zulassung nur auf Windows-Systemen funktionieren. Ein totaler Verzicht auf Microsoft-Systeme ist daher momentan nicht denkbar. Doch langfristig halten die Friesländer auch für dieses Problem eine Lösung parat. Der Einsatz von Windows-Terminalservern gewährleistet den Zugriff auf die öffentlichen Anwendungen, die eng mit Microsoft-Produkten verzahnt sind.
Mittlerweile laufen 9 der 20 Server unter Linux, Tendenz steigend. 300 Arbeitsplätze werden innerhalb der nächsten 2 bis 3 Jahre zunächst mit der frei erhältlichen Bürosoftware Open Office und danach mit Linux ausgerüstet.
Vor allem die Stabilität der Systeme und die effektive Kommunikation mit dem Hersteller Univention sprechen für die Linux-Lösung. "Der Geschäftsführer Peter Ganten und sein gesamtes Team haben immer ein offenes Ohr für uns und überzeugen durch flexiblen Service. Die Kosten sind transparent und kalkulierbar", freut sich Andreas Wolf.
So spart der Landkreis Friesland langfristig zirka 40.000 Euro pro Jahr allein an Lizenzkosten durch den Einsatz von Open-Source-Produkten. Im Moment werden 300 Mitarbeiter auf Open Office geschult, das Microsoft Word und Excel zukünftig fast komplett ablösen wird. Die Resonanz auf die Schulungen ist so gut, dass der Wunsch der TuI-Mitarbeiter, Open Source auf breiter Basis durchzusetzen, wohl in Erfüllung geht: Viele der Teilnehmer setzen Linux und Open Office jetzt auch privat ein.
Die komplette Umstellung aller zentralen Komponenten des Verwaltungsnetzwerks auf Open-Source-Varianten soll 2007 abgeschlossen sein. Die laufenden Fachanwendungen werden je nach Anforderung und Marktlage ab 2007 neu bewertet.
Über den Landkreis Friesland
Der Landkreis Friesland erstreckt sich über eine Fläche von 607 Quadratkilometer im Nordwesten Niedersachsens. In diesem Gebiet leben 102.000 Menschen. Sitz der Kreisverwaltung ist Jever. Der Landkreis gliedert sich in acht kreisangehörige Städte und Gemeinden einschließlich der Insel Wangerooge. Tourismus, Erholung und Fremdenverkehr zählen zu den wichtigsten Einnahmequellen. Neben guter Verkehrsanbindung bietet der Landkreis Friesland eine optimale Infrastruktur für die Ansiedlung von Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben. Mehr Infos unter www.friesland.de.
Univention GmbH |
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