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Univention stellt alle Entwicklungen unter die GPL



Deutscher Linux-Distributor entscheidet sich zu konsequenter Open Source Strategie

Bremen - 26. Juni 2006. Univention, Hersteller der Linux-Komplettlösung Univention Corporate Server, stellt zukünftig sämtliche Eigenentwicklungen unter die GPL. Das Unternehmen lockert seine bisherige Lizenzierungspolitik damit weiter und ermöglicht es Endkunden, Partnern und Entwicklern, Software wie das UCS Managementsystem unabhängig von Univention einzusetzen oder alsBasis für eigene Entwicklungen zu verwenden.

Neben dem Installationsprogramm für die Komplettlösungen Univention Corporate Server (UCS) und Univention Groupware Server (UGS), stellt das UCS Managementsystem die wichtigste in den Produkten UCS und UGS enthaltene Eigenentwicklung von Univention dar. Es handelt sich dabei um eine auf Standard Open Source Komponenten basierende Lösung zur einfachen Verwaltung von Servern, Clients, Benutzern, Anwendungen und Diensten (Identity- und Infrastrukturmanagement). Durch das UCS Managementsystem eignet sich die Linux-Distribution des deutschen Herstellers nicht nur zur einfachen Bereitstellung und Administration kleinerer Linux-Installationen, sondern auch für große, verteilte und heterogene Umgebungen, wie sie in mittelständischen und großen Unternehmen, in vielen Behörden oder z.B. bei Filialisten anzutreffen sind. Das UCS-Managementsystem bietet dokumentierte Schnittstellen, APIs und Connectoren, beispielsweise zu Microsoft ActiveDirectory.

Bisher galt, dass Lizenznehmer von Univention die Eigenentwicklungen des Bremer Linux-Distributors 18 Monate nach deren Freigabe unter den Bedingungen der GNU GPL nachlizensieren konnten. „Damit konnten wir unseren Kunden zwar mittelfristig freie Software bieten“, so Univention-Geschäftsführer Peter H. Ganten, „allerdings bot das Modell zu wenig Anreiz für unabhängige Entwickler, Lösungen auf der Basis unserer Produkte zu schaffen, bzw. diese weiter zu entwickeln“. Aus diesem Grund will Univention nun seine eigenen Softwareentwicklungen in öffentlich zugänglichen Systemen entwickeln und aktiv mit allen interessierten Mitgliedern der Open Source Community zusammenarbeiten.

Ganten erläutert die geplante Vorgehensweise so: „Die Bereitstellung des Quellcodes zu unseren Eigenentwicklungen und einer dazu passenden Kommunikationsplattform soll im dritten Quartal 2006 abgeschlossen werden, so dass jeder Interessierte die typische Infrastruktur eines Open Source Projektes vorfinden wird“. Im nächsten Schritt sollen dann auch die Entwicklungsteams von Univention mit öffentlich zugänglichen Repositories arbeiten. Erst vor Release eines Univention-Produkts werden die Versionsstände eingefroren und von Univention für die offizielle Freigabe im Produkt vorbereitet.

„Bisher war unsere Open Source Strategie nicht ganz konsequent“ erläutert Ganten die Überlegungen hinter diesem Schritt, „durch die vollständige Öffnung unserer Eigenentwicklungen geben wir unseren Partnern und Endkunden mehr Flexibilität und mehr Unabhängigkeit.“ Und er fügt hinzu: „In der Vergangenheit wurden wir beispielsweise nach der Möglichkeit einer Portierung des UCS Managementsystems oder der dazu gehörenden Client-Software auf andere Plattformen gefragt. Dies kann nun auch durch den Kunden selbst oder unabhängige Dienstleister erfolgen.“ Gleiches gelte für kundenspezifische Anpassungen und Erweiterungen. „Durch diesen Schritt sind wir nun der einzige Linux-Distributor, der ein komplettes System zum Identity- und Infrastrukturmanagement auch für verteilte und heterogene Umgebungen als freie Software mitliefert“.

Über Univention

Die Univention GmbH gehört zu den technisch führenden Anbietern von Lösungen und Dienstleistungen, die Organisationen den Wechsel zu wirtschaftlichen Linux-Lösungen gestatten. Im Mittelpunkt stehen die Linux-Komplettlösung Univention Corporate Server (UCS) und die Groupware-Komplettlösung Univention Groupware Server (UGS). UCS ist eine moderne Enterprise-Linux-Distribution auf der Basis von Debian GNU/Linux und lässt sich wegen des integrierten Managementsystems selbst in komplexen Umgebungen einfach und zentral verwalten. Das Produkt passt sich nicht nur gut in vorhandene Infrastrukturen ein, sondern erlaubt durch den integrierten Connector zu Microsoft Active Directory eine einfache Migration von Windows (NT, 2000, 2003) nach Linux. Bei UGS handelt es sich um eine auf UCS basierende Groupware-Lösung, die gemeinsam mit dem Kolab-Konsortium entwickelt wird und die Open-Source-Groupware Kolab 2 integriert.

Kontakt zu Univention

 

Univention GmbH
Birgit Wattenberg
Mary-Somerville-Straße 1, 28359 Bremen
Telefon: +49 (0) 421 22232-0
Telefax: +49 (0) 421 22232-99
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