Fritsch Elektronik realisiert Single-Sign-On mit UCS
Stand September 2006
Einleitung
Da bei der Firma Fritsch Elektronik bislang keine zentrale Benutzerverwaltung vorhanden und damit auch keine einheitliche Authentifizierung gegen die selbe Benutzerdatenbank möglich war, mussten Benutzer und Gruppen in vielen unterschiedlichen Systemen separat gepflegt werden. Der damit verbundene, extrem hohe Zeitaufwand veranlasste das Unternehmen deswegen, nach einem Produkt Ausschau zu halten, mit dem zentrale Administration und Single-Sign-On „kinderleicht“ zu handhaben sind und mit dem sich die vorhandene, heterogene Infrastruktur einfach konsolidieren lässt.
Zusammen mit dem Univention-Partner NetPlans entschied sich der ITVerantwortliche Stefan Ohlig für die Linux-Komplettlösung Univention Corporate Server (UCS), die eine Umsetzung genau dieser Anforderungen ohne großen Aufwand möglich macht.
Anwender
Die Fritsch Elektronik GmbH, ansässig in Achern zwischen Rhein und Schwarzwald gelegen, ist seit über 30 Jahren erfahrener Zulieferer für elektronische Baugruppen und Geräte. Die Fritsch Elektronik GmbH hat sich auf die Entwicklung und Herstellung hochwertiger Industrie-Elektronik spezialisiert. Zusammen mit ihren Kunden entwickeln engagierte Hard- und Software-Ingenieure mit Hilfe modernster CAD-Systeme komplette Layouts und unterstützen bei der Erstellung von Dokumentationen.
Auf einer Produktionsfläche von 4.000m² werden im flexiblem1/2/3-Schichtbetrieb kundenspezifische Baugruppen in kleinen bis mittleren Stückzahlen hergestellt. Mit 150 Mitarbeitern werden Baugruppen für die Bereiche Medizin, Messtechnik, Stell- und Regeltechnik, Audiotechnik sowie diverse andere Bereiche produziert. Das Unternehmen betreibt verschiedene Linux- und Windows-(2000/ 2003) basierte Serversysteme. Im Client-Bereich werden sowohl Windows (98/2000/XP) als auch Linux Desktops eingesetzt. Umso wichtiger war eine Lösung, die auch im heterogenen Umfeld einfache Administration bietet.
Aufgabenstellung
Das Unternehmen entschied sich im Dezember 2005 dazu, im Rahmen einer Konsolidierung der IT-Infrastruktur, auch ein System zum zentralen Identity- und Infrastrukturmanagement einzuführen, mit dem nicht nur Benutzer und Gruppen, sondern z.B. auch Netzwerke, Rechner, Drucker oder Shares zentral verwaltet werden können. Kosten- und Zeitaufwand für diese Umstellung sollten dabei natürlich so gering wie möglich gehalten werden. Mehrere Linux-Systeme (SuSE 9.x Prof.) die als File- und Printserver dienten, galt es abzulösen.
Lösung
Aufgrund zahlreicher guter Referenzen fiel die Entscheidung für das Produkt der Univention GmbH in Bremen.
Univention Corporate Server (UCS) schien wie für den Elektronik-Experten zugeschnitten zu sein. Alle Anforderungen konnten mit dem Produkt abgedeckt werden, ohne nennenswerte Anpassungen vornehmen zu müssen. Dass die Komplettlösung sämtliche von Linux-Systemen typischerweise bereit gestellten Dienste als Linux-Distribution gleich beinhaltet und vorhandene Systeme über Standard-Protokolle problemlos integriert, überzeugte die Verantwortlichen bei NetPlans und Fritsch Elektronik besonders.
Zunächst erfolgte die Installation der Software UCS auf der als Master Server dienenden Hardware und direkt im Anschluss die Installation eines weiteren UCS-Servers als Backup-System. Im Regelbetrieb teilen sich Master- und Backupserver die von den Clients erzeugte Last. Nach dem Ausfall eines der beiden Systeme können beide alle Aufgaben alleine übernehmen.
Dank der konsequent umgesetzten UCS-Philosophie, nur Standard-Protokolle wie LDAP oder Kerberos zu verwenden, vollzog sich die Umstellung vorhandener Anwendungen auf die Authentifizierung gegen die mit UCS gepflegte LDAP-Datenbank sehr schnell und unkompliziert.
Nächster Schritt war dann die Migration vorhandener Windows- und SuSE-Clients in die neue mit UCS bereitgestellte Domäne, dies ließ sich sowohl für die Windows- als auch für die Linux-basierten Clients automatisiert durchführen.
Die Installation der Server und Migration von Clients und Anwendungen in die neue Umgebung dauerte zwei Tage, in einem Zeitraum von weiteren 20 Tagen mussten an einigen Clients und Anwendungen noch Verfeinerungen
der Konfiguration vorgenommen werden. Danach war die Umstellung vollständig abgeschlossen.
Ergebnis
Durch die zentrale Benutzer- und Gruppenverwaltung sowie ein mit UCS über den integrierten Kerberos-Dienst realisiertes Single-Sign-On, wurden die administrativen Aufwände bei der Fritsch Elektronik GmbH erheblich reduziert. Benutzer melden sich nun nur noch einmal am System an und können dann auf alle Anwendungen zugreifen. Dadurch wird die Arbeit der Benutzer mit ihren Anwendungen einfacher, schneller und unkomplizierter.
Die Zufriedenheit von Geschäftsleitung, Administratoren und Endbenutzern bei Fritsch Elektronik ist sehr hoch. Durch die Einführung der Lösung ist das nur zweiköpfige ITTeam des Unternehmens in der Lage, Administration und Pflege der Umgebung selbstständig durchzuführen und sich dabei noch einer ganzen Reihe weiterer Aufgaben zu widmen.
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